Angerer Ringer Jakob Hogger wird Deutscher Vizemeister

Vizepräsident Sport Bayerischer Ringerverband Reiner Hogger, Deutscher Vizemeister Jakob Hogger, Max Hinterstoißer, Sebastian Gröbner und Bezirkstrainer Raymund Edfelder ((C) Reiner Hogger).
Vizepräsident Sport Bayerischer Ringerverband Reiner Hogger, Deutscher Vizemeister Jakob Hogger, Max Hinterstoißer, Sebastian Gröbner und Bezirkstrainer Raymund Edfelder ((C) Reiner Hogger).

Auf den Deutschen Meisterschaften der Kadetten in Reilingen nahe Heidelberg wiederholte der Angerer Ringer Jakob Hogger seinen Vorjahreserfolg und gewann in der Gewichtsklasse bis 45 kg griechisch-römisch erneut die Silbermedaille. Parallel war auch sein Teamkollege Andreas Hocheder im sächsischen Werdau bis ins kleine Finale vorgedrungen, welches der heimische Nachwuchssportler aber nicht für sich entscheiden konnte und damit bis 65 kg Freistil Vierter wurde. Bis 55 kg und 60 kg griechisch-römisch waren mit Sebastian Gröbner und Max Hinterstoißer zwei weitere Angerer Ringer auf den Deutschen Meisterschaften vertreten, die nach ansprechenden Leistungen den neunten und elften Platz erreichten.

In der sieben Teilnehmer starken Gewichtsklasse bis 45 kg griechisch-römisch wurde Jakob Hogger in den größeren Pool gelost und musste auf seinem Weg ins Finale drei Kontrahenten bezwingen. Dies tat der junge Angerer auch in beeindruckender Art und Weise und gewann gegen seine Konkurrenz aus Nordrhein-Westfalen, Südbaden und Nürnberg dreimal vorzeitig durch technische Überlegenheit, wobei er auch insgesamt nur zwei Gegenpunkte zuließ. Im Halbfinale am Samstagnachmittag traf Hogger auf den Zweitplatzierten des parallelen Pools, wobei er seinen Württemberger Gegner mit einem sicheren und nie gefährdeten 6:0 Punktsieg in die Schranken wies und damit ins Finale am Sonntagmorgen einzog. Hier wurde der Angerer Nachwuchsringer von seinem Südbadener Kontrahenten mit einem Kopfzug erwischt, aus dem es letztendlich kein Entkommen mehr gab und Hogger per Schulterniederlage unterlag. Trotz des verpassten Titels durfte der junge Angerer stolz auf seinen Gesamtleistung sein und kehrte am Sonntagabend mit der Silbermedaille im Gepäck nach Anger zurück.

Ein hervorragender Turnierauftakt gelang bis 55 kg griechisch-römisch Sebastian Gröbner, der zum neuen Jahr aus Trostberg nach Anger gewechselt war und der seinem sächsischen Konkurrenten bei einem technisch überlegenen Sieg keine Chance ließ. Auch im zweiten Kampf war der Nachwuchsringer auf guten Weg zu einem erneuten vorzeitigen Sieg gegen seinen württembergischen Kontrahenten, als er anfangs mit 7:0 in Führung ging. In der Folge konnte letzterer, der später Deutscher Vizemeister werden sollte, seinen Rückstand aber doch noch aufholen und sogar in einen Sieg ummünzen. Im dritten Kampf benötigte der Angerer damit zwingend einen Sieg, um nicht vorzeitig aus dem Turnier auszuscheiden, wurde allerdings bei einem Griff aus der Brustklammer heraus gekontert und geschultert, wodurch Gröbner als Neunter aus 19 Teilnehmern ausschied.

Etwas schwer tat sich in seinem ersten Kampf am Freitagabend Max Hinterstoißer bis 60 kg griechisch-römisch, der sich nach intensiven vier Minuten aber letztendlich verdient mit 3:1 gegen seinen Kontrahenten aus Sachsen-Anhalt durchsetzte. Eine hervorragende Leistung zeigte der junge Angerer im zweiten Kampf, als er seinen brandenburgischen Konkurrenten vorzeitig durch technische Überlegenheit von der Matte schickte. Seine erste Niederlage kassierte Hinterstoißer schließlich im dritten Kampf, als er von seinem südbadischen Gegner geschultert wurde. Das Turnieraus ereilte den heimischen Nachwuchssportler dann im vierten Kampf, als er nach einem mehr als abwechslungsreichen Kampf unglücklich mit 8:11 gegen den späteren Bronzemedaillengewinner aus dem Saarland unterlag und damit als Elfter aus 30 Teilnehmern ausschied.

Betreuer Matthias Eckart und Andreas Hocheder ((C) Matthias Eckart).
Betreuer Matthias Eckart und Andreas Hocheder ((C) Matthias Eckart).

Parallel zu seinen drei Mannschaftskollegen, die für die Deutschen Meisterschaften der Kadetten in griechisch-römisch ins baden-württembergische Reilingen bei Heidelberg gefahren waren, reiste Andreas Hocheder im Freistil knapp hinter die bayerisch-sächsische Grenze und stand in Werdau auf der Matte. Seine Gewichtsklasse bis 65 kg war mit 23 Teilnehmern die mutmaßlich stärkste des gesamten Turniers, wobei der junge Angerer direkt zum Auftakt auf den späteren Finalteilnehmer aus Hessen traf und sich technisch überlegen geschlagen geben musste. Jede weitere Niederlage Hocheders hätte damit das vorzeitige Turnieraus bedeutet, wovon sich dieser aber nicht beeindrucken ließ und in den nächsten beiden Kämpfen gegen seine Kontrahenten aus Nordbaden zwei schnelle Erfolge per Schultersieg nach einer Zange sowie nach technischer Überlegenheit einsammelte. Nervenaufreibend für alle Beteiligten war der vierte Kampf des Angerers, der gegen seinen pfälzischen Gegner bereits mit 0:6 in Rückstand lag, ehe er mit Überführungen in die Bodenlage Punkt um Punkt aufholte und beim 6:6 Endstand aufgrund der letzten Wertung triumphierte. Auf dem Weg ins kleine Finale hatte Hocheder damit nur noch seinen innerbayerischen Kontrahenten aus Nürnberg vor sich, den er sicher mit 8:1 Punkten bezwang und damit am Sonntagmorgen um Bronze kämpfte. Hier konnte sich der Angerer leider nicht gegen seinen württembergischen Konkurrenten durchsetzen und belegte somit den undankbaren vierten Platz, wenngleich er trotz der verpassten Medaille stolz auf seine gezeigte Leistung sein durfte.

Neben den vier Ringern aus Anger waren aus dem Bezirk Inn/Chiem in Form von Florian Ilsanker, Paul Ilsanker und Maximilian Leo aus Berchtesgaden sowie Sultan Muhametow und Albert Kreimer aus Burghausen noch fünf weitere Nachwuchssportler in griechisch-römisch in Reilingen vertreten, die ebenfalls mit tollen Ergebnissen aufwarten ließen. Florian Ilsanker verpasste als Vierter der Gewichtsklasse bis 60 kg eine Medaille nur knapp, während sein Bruder Paul bis 80 kg die Silbermedaille gewann. Dies gelang bis 71 kg auch Sultan Muhametow, der sich wie Ilsanker im Finale nur knapp geschlagen geben musste. Das beste Ergebnis lieferte bis 110 kg Maximilian Leo, der sich hier den Titel den Deutschen Meisters sicherte und auf seinem Weg zu Gold alle seine Kämpfe vorzeitig und ohne Gegenpunkt beendete. Die heimischen Ringer aus Berchtesgaden, Burghausen und Anger hatten damit auch einen großen Anteil daran, dass der Landesverband Bayern in Reilingen Zweiter der Mannschaftswertung wurde. (Lukas Koch)

Die bayerischen Ringer, Betreuer und Schiedsrichter in Reilingen ((C) Reiner Hogger).
Die bayerischen Ringer, Betreuer und Kampfrichter in Reilingen ((C) Reiner Hogger).

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